Was sagt die Presse über uns?

„An diesem Abend ... lag Paris im Freiburger Stadtteil Stühlinger”

„In der Tat bewundernswert, wie Gärtner seine Sänger(innen) ganz unaufgeregt und beinahe schon selbstverständlich durch Schönbergs ‚Zumutungen’ lotst”

„...dabei gelang es Chor und Orchester, die ganze emotionale Bandbreite zwischen Tod und Auferstehung, Trübsal und Freude, Bekümmernis und Hoffnung auszuschreiten.”

 

 

 

Badische Zeitung, 28. November 2017, Freibug
Eindringliche Tongestaltung
Der Freiburger Oratorienchor interpretierte Klagegesänge
... Mit zurückgenommenem Chorklang, der zum bedrückenden Inhalt von Thomas Tallis' "Lamentationes Jeremiae" passte, eröffneten die Sänger ihr Konzert. Bei allen Werken trafen sie den immanenten Duktus, die gedrückte, latent verzweifelte Stimmung, gut. Seine klanglichen Qualitäten zeigte der Chor besonders schön bei Francis Poulencs "Tenebrae factae sunt", der weiche Umgang mit dynamischen Wechseln und eine eindringliche Tongestaltung überzeugten...
 
Badische Zeitung, 26. Oktober 2016, Freibug
Genau dosiert
Freiburger Oratorienchor mit Rossinis Petite Messe Solennelle
... Es ist nicht einfach, in der halligen Akustik der Freiburger Martinskirche ein differenziertes Klangbild hinzubekommen. Dirigent Bernhard Gärtner schafft dies, indem er die klanglichen Höhepunkte genau dosiert und immer darauf achtet, dass die einzelnen Chorregister das Nebensächliche wieder zurücknehmen. Dqs ist besonders in den großen Fugen am Ende von Credo und Gloria zu spüren ... Die A-Cappella-Passagen sind gut gestützt und genau ausbalanciert. ... Beim abschließenden "Qui tollis peccata mundi" erzielt der Chor einen ganz innigen Klang, ehe die im Fortissimo gesungene Friedensbitte im "Dona nobis" durch Mark und Bein geht.
 
Badische Zeitung, 14. Juni 2016, Freiburg
Verinnerlichter Erlöser
Der Freiburger Oratorienchor mit Händels "Messiah"
In England erheben sie sich ..., wenn diese Musik erklingt: "Hallelujah"... Bernhard Gärtner ... lässt dieses Finale des mittleren Teils von Händels dreiteiligem Oratorium "Messiah" bewusst moderat feierlich anklingen, ohne blinde Euphorie, ohne "Superlativismus". Das ist das Sympathische an dieser rundum gelungenen Aufführung ... anlässlich des 40. Geburtstages des Freiburger Oratorienchors ... Gärtners Interpretationsansatz ist ein durchweg pastoraler. Händels geistliches Hauptwerk wird ... als religiöse Reflexion (gedeutet) - verinnerlichend und nie platt pompös... Der Freiburger Oratorienchor zeigt sich in wacher, klanglich sehr ausgewogener Form. Die Einzelstimmen sind in den Fugen bestens gestaffelt, Intonation, Phrasierung, Artikulation und sehr deutliche Anwendung von Dynamik verraten eine intensive, fruchtbare Schulung. Dort, wo es angebracht ist, wie in "Surely He hath borne" erweist sich das Ensemble als Meister der Expressiven. Am meisten aber gefällt, dass es das Forcieren nicht nötig hat. Und so wird die "Amen"-Fuge am Ende zu einem schönen Beweis für die Qualität des Chores jenseits laienhaft monumentalen Gebarens. Das Publikum gratuliert - und erhebt sich."
 

Badische Zeitung, 10. Dezember 2015, Freiburg
Lauter Perlen
Der Freiburger Oratorienchor in der Ludwigskirche
Stürmischer Applaus ...: Carl Heinrich Grauns "Te Deum" und das "Magnificat" von Carl Philipp Emanuel Bach standen auf dem Programm, zwei Werke, die auf Durchsichtigkeit und leichte Fakturen setzen ... Die Ausführenden unter Leitung von Bernhard Gärtner unterstreichen diese Eigenschaften gekonnt. Der Oratorienchor tritt zahlreich in Erscheinung, ist aber dennoch klanglich erstaunlich beweglich, nicht zu mächtig, vielmehr luftig und durchhörbar. Das zeugt von hoher Musizierkultur. Die bewährt sich aufs trefflichste in den zahlreichen Chorfugen, die angemessen zügig und klar in den Konturen daherkommen. Die virtuose Schlussfuge aus dem "Magnificat" bringt bei flottem Tempo viele Koloraturen: Die Choristen meistern sie glänzend, stellen sich aber auch im flächiger gearbeiteten spannungsreichen "Et misericordia" ein ausgezeichnetes Zeugnis aus...

Badische Zeitung, 17. Mai 2015, Freiburg
Wanderseligkeit und Würde
Der Freiburger Oratorienchor in Freiburg-St. Georgen
"... Der Chor ging in die Vollen: Mit Johannes Brahms' Liebesliederwalzern, mit Chorsätzen von Clara Schumann und Felix Mendelssohn zeigte er sich unter Leitung von Bernhard Gärtner musikalisch wach und aufgeweckt... Die Darbietungen sind ... stimmig und einfallsreich gestaltet. Die Tempi sind meist angenehm zügig: Flott und mit Aplomb kommt Clara Schumanns "Vorwärts" daher. Gleiche frische Wanderseligkeit in Mendelssohns sechs Lieder "im Freien zu singen" op. 48. Weihevolle Ruhe dagegen in einem Stück wie Schumanns "Abendfeier in Venedig", die ... an die erhabene Würde von Renaissance-Madrigalen zu erinnern scheint... In den Liebesliederwalzern dann verschmilzt die Abfolge der oft kleinen, meisterlich gestalteten Sätze nachgerade zu einer Großform ... Viel freundlicher, verdienter Applaus für alle Mitwirkenden."

Badische Zeitung, 12. November 2014, Freiburg
Die große Friedensbitte
Freiburger Oratorienchor: Von Josquin bis Schönberg
„Allerhand! Wie da schon bei Josquin Desprez' ‚Kyrie" der Klang ins Schweben gerät und zugleich seine spezifische weiche Fülle beibehält, dieses ausgewogene An- und Abschwellen, diese frühe vokale Ausdruckskunst nahe am Wort trifft - das schlug in der Herz-Jesu-Kirche vom ersten Augenblick an in Bann. Es stellte ein Interpretationsniveau in Aussicht, das der Freiburger Oratorienchor mehr als nur einhielt. ... elf Komponisten, fortwährend neue Werkkurven, wirklich jedes Mal genau getroffen - das stellt der Arbeit des Dirigenten Bernhard Gärtner ein glänzendes Zeugnis aus, seinem Feilen am Detail, Phrase für Phrase, seinem In-eins-Bringen der Chorregister, ... Zentrum dieses Freiburger Abends waren die gut neun Minuten von Arnold Schönbergs Friede auf Erden" - eine ... Vertonung von 1907, die selbst in Spezialistenkreisen lange für unaufführbar gehalten wurde... In der Tat bewundernswert, wie Gärtner seine Sänger(innen) ganz unaufgeregt und beinahe schon selbstverständlich durch Schönbergs Zumutungen" lotst, durch die harmonischen Grenzwerte, die bisweilen knirschenden Reibungen, aber auch die chorischen Aufgipfelungen, die klar entfaltete polyphone Vielsträngigkeit ... Beträchtlich ist das Gespür für Schönbergs dynamisch ungebärdige Konzessionslosigkeit ... Wahrlich: allerhand!“

Badische Zeitung, 5. Juni 2014, Freiburg
Bekümmernis und Hoffung
Bernhard Gärtner und der Freiburger Oratorienchor mit Bachs h-Moll-Messe
„...der Freiburger Oratorienchor (brachte) das Werk mit dem Münchner Barockorchester L'arpa festante ... zu Gehör. ... dabei gelang es Chor und Orchester, die ganze emotionale Bandbreite zwischen Tod und Auferstehung, Trübsal und Freude, Bekümmernis und Hoffnung auszuschreiten. Es ist wieder einmal beachtlich, was Gärtner aus seinen Sängerinnen und Sängern stimmlich herausholt. Der Chor artikuliert klar und exakt, die Stimmen sind ausgesprochen homogen. Das ‚Kyrie‘ wird von Anfang an intensiv gestaltet, mit großer innerer Spannung. Die Fugen werden häufig ins Piano zurückgenommen und klingen stets transparent und beweglich. Gärtner wählt bei den meisten Teilen relativ ruhige Tempi. Umso eindrucksvoller wirken die unvermittelten Wechsel zu schnelleren Partien, die von Chor und Orchester präzise umgesetzt werden. Zudem setzt Gärtner starke Schluss-Ritardandi ein, die vom Chor jedoch nie übertrieben ausgekostet werden. Insbesondere das Crucifixus und das Ende des Credo gewinnen so eine starke Wirkung... Das Publikum spendet reichlich wohlverdienten Beifall.

Badische Zeitung, 31. Oktober 2013, Freiburg
Seufzer der Trauer
Dvoraks Requiem mit dem Freiburger Oratorienchor
... der Freiburger Oratorienchor (brachte) das Werk mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz unter der Leitung von Bernhard Gärtner ... zur Aufführung. Und zeigte dabei dessen ganze Vielschichtigkeit zwischen Klage und Hoffnung, Wagner-Anleihen und böhmischer Folklore, Intimität und großer Ansprache... Der Freiburger Oratorienchor präsentiert sich als aktiver, homogener Klangkörper, der gerade in den leisen Passagen zu einem beeindruckenden Ensembleklang findet. Die große, komplexe Fuge Quam olim Abrahae im zweiten Teil, in der der Chorsopran mehrfach ohne Qualitätsverlust zum zweigestrichenen B aufsteigt, gelingt dem Chor überaus transparent. Die heiklen A-Cappella-Passagen sind sauber und gut ausbalanciert... Insgesamt gelingt Gärtner eine stimmige, gut ausbalancierte Interpretation. Auch die vielen Übergänge gestaltet der Dirigent mit großer Musikalität. Den dynamischen Höhepunkt setzt er am Ende beim gewaltigen, ... Lux-Aeterna-Ruf von Chor und Solisten ...

Badische Zeitung, 7. Mai 2013, Freiburg

Freies Strömen der Musik

Der Freiburger Oratorienchor in der Herz-Jesu-Kirche in Freiburg
Mit einer tiefen Verbeugung dankte Bernhard Gärtner, Leiter des Freiburger Oratorienchors ... dem Chor - für eine Darbietung, die ... die Spannung über eineinhalb Stunden ohne größere Schwankungen hielt und immer wieder vorführte, wie aus sorgfältiger musikalischer Arbeit heraus inspirierte Gestaltung und große Klangschönheit entstehen. Freilich hatte Gärtners eigenes, dynamisch-zuverlässiges Dirigat einigen Anteil daran, dass dem Oratorienchor ... dieses Konzert so überzeugend gelang. Freiströmend und zugleich genau phrasiert erklingt ... (die Missa Papae Marcelli von Palestrina), die Kadenzen werden als tragende Eckpunkte der Struktur zielbewusst angesteuert und schön ausgestaltet. In der zweiten Hälfte des Glorias scheint der Chor geradezu vom  Boden abzuheben, wie ohne Anstrengung sich dem Fluss der Komposition zu überlassen. Mittelstimmen und Bass des Chores bilden ein solides Fundament, zugleich den Resonanzraum der oberen Register. Im Asperges me des Cristóbal de Morales zieht die vom Sopran vorgetragene Choralmelodie leuchtkräftig ihre Bahn über der bewegteren Grundierung der unteren Stimmen...

Badische Neueste Nachrichten, 7. Mai 2013, Karlsruhe

Aus fernen Zeiten
Der Freiburger Oratorienchor mit besonderen Werken
... ein wahrhaft erhebendes Konzert, das in der Stephanskirche geboten wurde. Den Löwenanteil daran hatte der Freiburger Oratorienchor unter der höchst aufmerksamen Leitung (von) Bernhard Gärtner. Im Mittelpunkt des Programms stand die ‚Missa Papae Marcelli von ... Palestrina ...: schon in Kyrie und Gloria glänzte der Chor in ausgeglichener Proportion, absoluter Intonationssicherheit und deutlicher Textverständlichkeit. In schwingender Elastizität erklangen die Melismen, die syllabischen Teile in gestochener Rhythmik und alles bei flexibler Dynamik. In stimmlich äußerst ausgewogenem Wohlklang gerieten auch Sanctus mit leuchtendem Hosanna und besonders feierlich, das Benedictus. Geradezu hingebungsvoll gestaltet, hinterließ die Messe mit dem endenden Agnus Dei tiefen Eindruck...

Badische Zeitung, 12. November 2012, Freiburg

Aus Mahlers Wunderhorn
Freiburger Erstaufführung von Das Klagende Lied"
(dreiteilige Urfassung des Werks, Gemeinschaftsprojekt mit dem Freiburger Bachchor und dem Philharmonischen Orchester Freiburg)

... Die zahlreichen Takt- und Tempowechsel, die Verzögerungen ... gelingen zumeist mit großem Aplomb. Das gilt auch für das Erscheinungsbild des wuchtigen Gemeinschaftschores: in Phrasierung und Dynamik homogen, in der Intonation klar ... Eine rundum würdige Erstaufführung.

DNA, 16. September 2012, Masevaux, Elsass
Abschlusskonzert: Hommage an Daniel Roth
(Gastkonzert des Freiburger Oratorienchors beim Festival d'orgue de Masevaux am 09.09.12, Übersetzung der Kritik aus dem Französischen)
... sich in  der besten Tradition der deutschen Chöre einreihend, zeichnet sich der Freiburger Oratorienchor unter der Leitung von Bernhard Gärtner durch eine bewundernswerte Homogenität aus, wie auch durch die vollkommene Ausgewogenheit zwischen den Stimmen und den beiden Orgeln. So zeigt sich dieser Genuss in der "Messe Solennelle von Louis Vierne ... Die Quatre motets sur des thèmes grégoriens von Maurice Duruflé fügen sich ein in eine Stimmung voller Leidenschaft und Andacht, wobei der Chor von weither zu erklingen scheint... Neben der besonderen Magie dieses Konzertes wird die andächtige Stimmung in Erinnerung bleiben, die sich zwischen den Sängern und den Organisten eingestellt hat. Es bleibt die ergreifende Musikalität von Bernhard Gärtner und Daniel Roth zu loben, die diesen Erfolg und die Ausgewogenheit zwischen Stimme und Instrument herbeigeführt haben.

Badische Zeitung, 16. Mai 2012, Freiburg
Paris lag hier im Stühlinger
Freiburgs Oratorienchor mit französischer Spätromantik
... Der Freiburger Oratorienchor hatte (Louis Viernes Messe solennelle cis-moll) zum Hauptwerk seines so klugen wie anregenden Programms mit Beiträgen der französischen Spätromantik erkoren. An diesem Abend in der Herz-Jesu-Kirche lag Paris im Freiburger Stadtteil Stühlinger. Immer wieder betonte Bernhard Gärtner ... mit seinem Chor verbindlich und souverän das Melos ... Man hörte ... einen geschlossenen, gut geschulten Chor, der Engagement und Strahlkraft zeigte. Da hatte das A-Dur-Gloria in seinem Allegro risoluto tatsächlich etwas Resolutes. Neben der Pracht dann das Lyrische, das fast Gebetsnahe im Agnus Dei ... Es war ein an Raritäten reicher Abend mit einem katholischen, Eurcharistisches und Marianisches (Mai-Monat!) involvierendes Programm. Sehr berührend in Werk und Wiedergabe wirkte das Tantum ergo op. 18 Nr. 1 von 1874 aus der Feder Charles-Marie Widors ... Durchweg spürte man, dass der Oratorienchor unter Gärtners Leitung einen Qualitätssprung vollführt hat. Seine A-cappella-Tugenden mit einem bis in die Basslage warmen, weichen Klang unterstrich der Oratorienchor bei der ... Zugabe: dem Ubi caritas et amor aus Duruflés Motetten ... Sehr lieblich floss der Satz ... Und kantabel.

Badische Neueste Nachrichten, 14. Mai 2012, Ausgabe Achern
Meisterliches Können
Chor- und Orgelmusik der französischen Spätromantik standen im Mittelpunkt eines außergewöhnlichen Konzerts in der Liebfrauenkirche (Achern)... Die ausgezeichneten Voraussetzungen der Liebfrauenkirche mit leicht halliger Akustik ... wurde von den Akteuren mit musikalischer Freude, tiefer Lebendigkeit und meisterlichem Können genutzt, während das ... Miteinander von großer Orgel, Chororgel und Chor Rundumklänge brachte, wie sie in dieser Intensität nicht oft zu erleben sind... Großes Lob verdient auch der durch Bernhard Gärtner hervorragend geleitete Chor, der die hohen Ansprüche der gebotenen Werke ausdrucksstark erfüllte, mit Leichtigkeit und Schwere der romantisch impressionistischen Musik tiefen Hörgenuss eröffnete...

Badische Zeitung, 26. Oktober 2011, Freiburg

Zerschmettern und Zuversicht
Der Freiburger Oratorienchor mit Mendelssohns 
„Elias“
... (Das Werk) ... hatte engagierte Anwälte im Freiburger Oratorienchor unter Leitung von Bernhard Gärtner gefunden. Mit der Südewestdeutschen Philharmonie Konstanz brachte man ... einen "Elias zu Gehör, der abseits von Klischees und Ideologie berührend und glaubwürdig war... Der Chor hielt dem starken Elias die Waage... Reine Intonation (zeugte) von der Kultur des Klangkörpers ...

Badische Neueste Nachrichten, 16. Mai 2011, Karlsruhe
Raritäten der Sakralmusik
Der Freiburger Oratorienchor zu Gast in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe

Mit Mysterium magnum hatte der Freiburger Oratorienchor unter der Leitung von Bernhard Gärtner sein Gastspiel in der Ev. Stadtkirche überschrieben und verwies damit neben dem religiösen Inhalt des Konzertes  ... auch auf einige selten zu hörende Werke der Kirchenmusik ... So wurde ... in Maurice Duruflés vier A-cappella-Motetten op. 10 die interessante Kombination aus impressionistisch-spätromantischer Tonsprache und Gregorianischem Choral deutlich, die der Chor mit guter Textverständlichkeit intensiv gestaltete und doch den meditativen Aspekt nicht vernachlässigte ...

Badische Zeitung, 20. Oktober 2010, Freiburg
Hiobs Teufelstest

Carl Loewes Rarität mit dem Freiburger Oratorienchor
(Bernhard Gärtner) präsentierte ... als Dirigent des Freiburger Oratorienchors das erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte Werk als Freiburger Erstaufführung in der gut gefüllten Martinskirche. Die Beschäftigung mit dem rund zweistündigen Werk lohnt sich ... Gärtners Vokalkompetenz hat nach den zwei Jahren, in denen er die Leitung des Chors innehat, deutliche Spuren hinterlassen. Der Oratorienchor zeigt sich als verjüngtes, ausgeglichen besetztes Ensemble. Besonders die geheimnisvollen Pianoanfänge wie beim Psalm Was betrübst du dich, o meine Seele‘ sind fein gezeichnet, der Tuttiklang wie im Schlusschor des zweiten Teils (Ich weiß, dass mein Erlöser lebt) hat Strahlkraft.Wenn sich der gut intonierende Chor in den vielen polyphonen Passagen in Einzelstimmen auffächert, dann erreicht die Interpretation große Dichte...

Badische Zeitung, 11. Mai 2010, Freiburg
Freiburger Oratorienchor: Schmelz und Übermut
Der Freiburger Oratorienchor im Bürgerhaus Zähringen
"Mit blitzendem Aug’ und wallendem Haar": So regellos wild, wie sich der Text zu Robert Schumanns "Zigeunerleben" das Wandervolk vorstellt, trat der Freiburger Oratorienchor zwar nicht auf... Die musikalische Verve jedoch, mit der das Ensemble sein Programm aus "Zigeunerliedern" und anderen, von den Volksmusiken Ost- und Südosteuropas inspirierten Werken präsentierte, hätte jenen temperamentvoll musizierenden und tanzenden Gestalten alle Ehre gemacht. Antonín Dvoráks "Klänge aus Mähren" gestalteten sich da zu detailliert ausgearbeiteten, witzig-spritzigen Miniaturen. Dunklere Töne mischten sich in Brahms’ berühmten "Zigeunerliedern" op. 103 ein, schwermütiger Schmelz vom Schlag der "Ungarischen Tänze" in der "Hochgetürmten Rimaflut", doch auch blitzblanker Übermut, der mit den Sporen klirrt wie der zum Tanz führende "Braune Bursche". Launiges Musizieren auch im genannten Werk Schumanns. All das in enger Fühlung mit der Partitur, mit präzisen Unterscheidungen von Dynamik und Ausdruck, auch mit rhythmischer Delikatesse wie in Bartóks "Vier slowakischen Volksliedern"...
 
Badische Zeitung, 11. Mai 2010, Emmendingen
Ein Füllhorn von Gefühlsregungen in musikalischer Gestalt
"... in der Steinhalle in Emmendingen ...: der Freiburger Oratorienchor. Ein Ensemble, das ... in Freiburg zu den wichtigen Chören zählt... Chorwerke von Antonin Dvorák, Robert Schumann, Béla Bartók und Johannes Brahms, alle dem Thema Sehnsucht im weitesten Sinne geschuldet. Dass (die) jeweiligen Eigentümlichkeiten (der Kompositionen) in einer guten Stunde für den Hörer so nachvollziehbar gemacht werden konnten, ist Ergebnis einer kompetenten Chorarbeit. Bernhard Gärtner ... wusste den großen Klangkörper differenzierend einzusetzen und damit die jeweiligen Stimmungen und Bilder musikalisch zu übersetzen. Dass die Choristen selbstbewusst und gut auf das Dirigat eingehen konnten, spricht für lange Jahre Erfahrung, für gediegene Stimmbildung und professionelle Anleitung. Der Chor ließ die Zuhörer im schönsten ausgeglichenen Gesamtklang schwelgen, setzte einem voluminösen Forte transparente Zurückhaltung in den leisen Stellen gegenüber und war bis auf wenige Ausnahmen in den Stimmen bestens ausgeglichen. Beneidenswert die Stärke der Männerstimmen! Und dass das ausgewählte Programm neben allem interpretatorischen Anspruch auch Spaß machte, war im Augenblick der Aufführung den Sängerinnen und Sängern deutlich anzumerken..."

Badische Zeitung, 21. Oktober 2009
Puccini, Messa di Gloria; Schubert, Intende voci
"Ein Spätwerk, zwei Frühwerke – obwohl nicht aus derselben Feder, war es doch eine reizvolle Kombination, die der Freiburger Oratorienchor unter der souveränen Leitung von Bernhard Gärtner in der bestens besuchten Martinskirche zu Gehör brachte ... Eine ausgezeichnete Leistung von Chor und Orchester, die kräftig beklatscht wird."
 
Badische Zeitung, 20. Mai 2009
Das Hohe Lied des Chorgesangs
"Bernhard Gärtner hat die Messlatte hoch gelegt für sein zweites großes Konzert mit dem Freiburger Oratorienchor. "Komm, mein Freund – Das Hohelied der Liebe" ist ein intensiv dramaturgisch konzipiertes Programm: Vertonungen – nicht selten a cappella, unbegleitet – alttestamentarischer Texte über die Liebe – jenseits von Agape und Caritas... Edvard Griegs "Hvad est du dog skjön" in seiner schlichten Volkstümlichkeit (ist) einer der Höhepunkte des Abends in der gut besuchten Freiburger Martinskirche. Ansonsten dominieren vor allem das 15. bis frühe 17. Jahrhundert und geben dem Chor Gelegenheit, seine vokalen Tugenden bei der Lobpreisung des Körperlichen zu offenbaren: saubere Intonation, sorgfältige Artikulation, zum Teil exzellente dynamische Ausarbeitung musikalischer Phrasen – etwa bei der dritten der sechs Motetten des Südtirolers Leonhard Lechner... (Das Temperament) mancher Darbietungen (überzeugt), zum Beispiel bei Hugo Distlers "Nimmersatten Liebe"... Ein inspirierender Abend, der bei aller klanglichen Mischung vor allem eines ist: ein Hohes Lied auf den Chorgesang."

Badische Zeitung, 10. November 2008
Freiburger Oratorienchor mit "Stabat Mater"
"Als Nachfolger von Stephan Böllhoff hatte Bernhard Gärtner sein erstes großes Konzert mit dem Freiburger Oratorienchor. Und sich mit Dvoráks "Stabat Mater" kein leichtes Werk für sein Dirigierdebüt ausgesucht ... Obwohl die Chorpassagen quantitativ nicht so ins Gewicht fallen – qualitativ tun sie’s allemal, ... der Chor (hat) bewiesen, dass er einen homogenen, runden Gesamtklang anzustreben versteht ... Der Dirigent (versteht) nicht nur zu motivieren ... sondern (agiert) auch mit einem hohen Grad an interpretatorischem Können ... Er blättert Dvoráks romantischen Gefühlskatalog mit seinen vielen unterschiedlichen Seiten sehr differenziert auf ... Ein vielversprechender Neustart innerhalb Freiburgs so reicher Chorszene."